Fortbildungs- und Veranstaltungstermine

Fortbildung

Übersicht
17.05.2017
09:3016:30
Modernisierung von Photovoltaik-Bestandsanlagen
Seminar der DGS Berlin
Foto PV Freiflächenanlage

Repowering im gewerblichen und privaten Bereich

In diesem Seminar erfahren Sie alles zum Thema Repowering von PV-Bestands­anlagen im gewerblichen und privaten Bereich (aus technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht). Sie erhalten einen Überblick über die Möglichkeiten der Anlagen­modernisierung mit den Schwerpunkten Modultausch, Wechsel­richtertausch und Speicher­nachrüstung. Sie erfahren, wie Sie zu bestands­geschützten Eigenver­brauchs­anlagen (Eigenver­sorgung schon vor dem 1. August 2014) nun 30% Mehrleistung, ebenfalls EEG-Umlage­befreit dazu bauen können.

Informieren Sie sich jetzt, denn bei Modernisierungen erst nach dem 31.12.2017 fällt in vielen Fällen eine verminderte EEG-Umlage an und die bestands­geschütze Anlagen­erweiterung ist dann auch nicht mehr möglich.

Kursinhalte

  • Begriffsabgrenzung vom Modernisierungmaßnahmen im Seminar
  • Gründe für Modernisierungsmaßnahmen (Systemwieder­herstellung, u.U. mit Anlagen­erweiterung, Risiko­minierung, Planungs­sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zukunftsfähigkeit)
  • Möglichkeiten der Anlagenmodernisierung (Modulersatz ohne WR-tausch, Modulersatz mit WR-Tausch, nur Wechsel­richter­tausch, Umstellung von Volleispeise­anlagen auf Eigen­ver­brauch bzw. Verbrauch durch Dritte, Wechsel­richter­tausch mit Speicher­nachrüstung, nur Speicher­nachrüstung)
  • Identifikation der wirtschaftlichen Optimierungs­potentiale (Achtung: ab 2018 teils 20% EEG-Umlage)
  • Machbarkeitsprüfung anhand konkreter Praxisprojekte
  • Auswahl geeigneter Geräte beim Wechsel­richtertausch
  • begleitend: relevante EEG-Gesetze, Clearing­stellen­hinweis­verfahren, Normen und Verordnungen bei nachträglicher Anlagen­veränderung
  • begleitend: Wirtschaftlichkeitsberechnung und steuerliche Aspekte der verschiedenen Anlagen­modernisierungen an Hand konkreter Praxisprojekte von EFH über Gewerbe- bis zur Freiflächenanlage

Kursbeschreibung

Bei PV-Anlagen, die in der ersten 2000er Dekade gebaut wurden, sind häufig die Solarmodule nennenswert oder sogar weit unterhalb erwarteter oder damals garantierter Leistungen und Erträge. Die Gründe können weit reichen von nicht dauerhafter Produkt­qualität bis äußeren Witterungs­einflüssen, die je nach Fall von den Versicherungen anerkannt wurden oder auch nicht. In vielen Fällen stellen sich die Fragen: „Was nun tun?“ insbesondere den am Solarmarkt verbliebenen Fachfirmen, welche Jahr für Jahr fremde mangelhafte Bestandsanlagen in Ihren eigenen Wartungs- oder sogar Anlagenbestand integrieren. Auch bei alten noch funktionierenden Wechsel­richtern stellt sich die Frage, ob diese nicht mit oder ohne Modultausch vorzeitig gegen neu moderne wirkungs­gradoptimierte Wechselrichter ersetzt werden sollten.

Zahlreiche PV-Anlagen, die rund um den Dekadenwechsel errichtet wurden, leiden häufig unter den Heraus­forde­rungen des notwendigen oder sinnfälligen Austausches von Dünn­schicht-Modulen gegen kristalline Module, mit oder ohne Wechsel­richter­austausch. Da diese Anlagen damals schon während des eigenverbrauchs­fördernden EEG 2009 gebaut wurden, fast immer jedoch im Betreiber­konzept Volleispeise­modus realisiert, stellt sich gleichzeitig beim Modultausch die Frage nach möglicherweise sinnvoller Umstellung auf Eigenverbrauch, evtl. sogar in Verbindung mit einer Speichernachrüstung.

Mit Ausnahme des Modultausches stellen sich die gleichen Eigenverbrauchs-Fragen, wenn auch nicht so drängend, für ein paar hunderttausend gut funktionierende Volleinspeise-PV-Anlagen aus den Jahren 2009 bis heute.

Referent: Michael Vogtmann, DGS Franken

Zielgruppe: Projektentwickler, Anlagenbetreiber, Energieberater, Installateure

Ort: DGS Berlin, Erich-Steinfurth-Str. 8, 10243 Berlin

Anmeldung per E-Mail: info@energie-und-baukultur.de